Kongress "Informationelle Monokultur und die Alternativen"
Themenbereich
Tagungsprogramm 1999-06-13 Köln
** Kongressteilnehmer
** TeX/LaTeX: Eine Alternative zur großen Lüge WYSIWYG
** OpenSource im Mittelstand --- ein Erfahrungsbericht
** Ökonomie informationsbasierter Güter
** Markus Fleck
** k1kfran
** k1ekko
Umfragebogen, Diskussionsforen
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Tagungsprogramm 1999-06-13 Köln

Ein gemeinnütziger Verein, in dem Projektgruppen für GNU/Linux, FreeBSD, Java, Schnittstellenspezifikationen, Normen, Lexika, Enzyklopädien, Fonts und sonstige gemeinnützige Informationswerke arbeiten können. Gemeinnützigkeit macht unsere Satzung an Merkmalen wie Schnittstellenoffenheit, Quellenoffenheit und freie Verfügbarkeit fest.

 

Wann und Wo

Der erste Kongress "Informationelle Monokultur und die Alternativen" wird 1999-06-13 (Sonntag) 10-17:00 in Köln/ Chorweiler/ 5 Minuten Fußweg von S18-Endhaltestelle/ Merianstr 11-15/ Heinrich-Böll-Gesamtschule stattfinden.

Tagungsprogramm

Der Kongress besteht aus einem Vortragsprogramm, einer Ausstellung und einem Installationsfest.

Vortragsprogramm

10:00Klaus Franken (Fürth)Lernerfolg bei freier Software --- warum kommerzielle Software wirklich teuer ist
 Christian LANGANKE (TeamOS/2 e.V.)OS/2: quicklebendig dank freier Entwicklergemeinde
 Roland WELKER (RTLinux-Anwendungsentwickler und Dienstleister, Stuttgart)Quellenoffene Software: ein produktives Wirtschaftsmodell auch für die Echtzeitsteuerung von Industrieanlagen
 Dirk WILSKE (Köln)muLinux --- robustes Minimal-Betriebssystem für Industrieanlagen-Steuerung u.a.
11:00Christoph Petig, WuppertalOpenSource im Mittelstand --- ein Erfahrungsbericht
 Ulrich STEINBRINK (Ekko GbR, Köln)E-Kommerz: es geht wunderbar ohne Monopole
 Dietmar HORN (Intranet Projektmanagment GmbH, Köln)E-Commerce-Server: mittelständischen Unternehmen ist mit Lösungen auf der Basis freier Software und offener Standards am besten geholfen
 Holger BLASUM, MünchenNerdbank --- Aufruf zur Schaffung eines Kreditinstituts auf Basis offener Informationstechnik
 D.R. TZECK, CCC KölnSicherheit und Quellenoffenheit
 Markus FLECK (Bonn)Das Projekt GNU Gather: eine Alternative zur Groupware-Monokultur in der Verwaltung
14:00Werner LEMBERG (Dortmund)TeX/LaTeX: Eine Alternative zur großen Lüge WYSIWYG
 Prof.Dr. Walter Krämer (Verein zur Wahrung der Deutschen Sprache, 1. Vorsitzender, Dortmund)Zukunft der deutschen Sprache --- Gedanken zur Ausschreibung für eine öffentliche Wörterbuch-Datenbasis Englisch-Deutsch
 Hans-Josef Heck Heck (Freie Software und Bildung e.V.)Einige Worte zur Neugründung eines 15 Jahre alten Vereins
15:00Jean-Paul Smets (Autor von www.freepatents.org, Paris)Softwarepatente -- US-Erfahrungen, EU-Pläne und wie EuroLinux dagegen vorzugehen gedenkt
 Markus FLECK (Bonn)INCOMINSO: ein Ansatz zur EU-Lobbyarbeit
 Holger JAKOBSHaftungsrisiko bei Fehlern in quellenoffener Software?
16:30Dr. Volker GRASMUCK, Humbold-Universität, BerlinWizards of OS --- Ausblick auf den Berliner Kongress zur Kultur, Philosophie, Politik und Wirtschaft der freien Software

Ausstellung/Präsentation

Solide Alternativen zur Monokultur

Ekko GbRhochwertige quellenoffene eCommerce-Systeme auf Basis von Linux, Apache, MySQL und PHP3 (LAMP)
Intranet Projektmanagment GmbHIPBox: E-Commerce-Server-Lösungen für mittelständische Unternehmen auf Basis freier Software und offener Standards
TeamOS/2 e.V.freie Software auf OS/2
  • Opensource Archive
  • Workplaceshell + Erweiterungen
  • XFree86 + Linuxprogramme
  • Staroffice und sonstige Applikationen
J.U. HaseckeVerwaltung komplexer Websites mit WML
Roland WELKERRTLinux (Echtzeit-Linux)
Dirk WILSKEmuLinux --- robustes Minimal-Betriebssystem für Industrieanlagen-Steuerung u.a.
Holger JAKOBSPlattformübergreifende Entwicklung mit Tcl/Tk

Es wird vor Ort ein kleines Intranet aus diversen Systemenplattformen aufgebaut, auf dem Leute ausstellen und präsentieren können, ohne unbedingt ihren eigenen Rechner mitbringen zu müssen.

Installationsfest

Teilnehmer können ihren Rechner mitbringen und unter Anleitung eines Gurus ein freies System darauf installieren.

Organisatoren, Unterstützer und unfreiwillige Helfer

Diesen Kongress organisert der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur. Wir danken herzlich für die Unterstützung durch TeamOS/2 e.V..

Es wird voraussichtlich zu einer regen Wechselwirkung mit dem Medienforum der NRW-Landesregierung kommen. Auf dieser am 13.-16.Juni von der Medienfirma der NRW-Landesregierung abgehaltenen Fachmesse soll nämlich die Clement-Gates-Initiative[1] gefeiert werden, gegen die sich 700 Personen, hauptsächlich Informatiker, in einem offenen Brief an NRW-Ministerpräsident Clement gewandt haben.

Die NRW-Medienfunktionäre haben für uns viel Vorarbeit geleistet. Es liegt nun an uns, dafür zu sorgen, dass sie nicht mit Clement, Gates, Murdoch & Co unter sich bleiben. Wir selbst können den breiten gesellschaftlichen Dialog ins Rollen bringen, den wir in unserem offenen Brief gefordert haben.

Neuerdings haben sich ferner Ron Sommer und die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in die Reihe unser prominenten Unterstützer begeben.

Auch die EU-Kommission unerstützt diesen Kongress massiv. Sie hat für Ende Juni einen Gesetzentwurf zur Einführung von Softwarepatenten in Europa angekündigt. Richard Stallman ruft die deutschen Softwareentwickler in einem eindringlichen Schreiben vom 3. Mai auf, in kürzester Zeit energische Lobbyarbeit gegen diese Pläne zu leisten, deren Umsetzung das Aus für freie Software bedeuten könnte. J.P. Smets eilt uns aus Paris zu Hilfe und wird mit uns offiziell das EuroLinux - Bündnis für eine Freie Informationsinfrastruktur aus der Taufe heben.

Besucher-Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos. Sie können uns jedoch durch eine Spende helfen, die Tagungs- und Werbungskosten (ca 5000 DM) zu decken.

Außerdem helfen Sie uns sehr, wenn Sie sich anmelden. Ihre Angaben erscheinen dann im Besuchergästebuch und können zur Bildung von Mitfahrgelegenheiten u.a. genutzt werden.

Jeder angemeldeten Teilnehmer bekommt eine Namensplakette und weitere kleine Geschenke, u.a. ein aktuelles Exemplar der Computerwoche.

Wir bemühen uns, Fahrgemeinschaften mit Minibus zu bilden. Von München aus fährt 1 Kleinbus. Der Unkostenbeitrag pro Teilnehmer beläuft sich auf ca 60 DM.

Es gibt zwischen den Blöcken Kaffeepausen, in denen Getränke und Imbisse verkauft werden. In der Mittagspause 13-14:00 kann man in einem naheliegenden geräumigen Restaurant gut und preiswert essen.

Flugblatt

Ein Werbeflugblatt liegt als Postscript-Datei auch als LaTeX-Quelltext vor. Bitte verteilen Sie es weiter!

Falls Sie Postscript-Dateien nicht drucken können, besorgen Sie sich Ghostscript/Ghostview, ein Musterbeispiel hochwertiger freier Software, die jede Systembarriere überbrückt.

Ferner gibt es ein Plakat von Siegfried Piotrowski.

Installationstreffen am Samstag 15:00

1 Tag vor dem Kongress wird in der Schule ein Präsentations-Intranet installiert. Bringt vor allem Monitore und Tastaturen, aber auch Rechner mit. Es können kaum zu viele sein. Sie können darauf Linux und allerlei freie Software installieren lassen und es dann am Sonntag abend mit nach Hause nehmen.

Am Kongresstag wird für Installierarbeiten um 8:00 geöffnet.

Telefonnummern für letztminütige Kontaktaufnahme



Anmerkungen

[1] ursprünglicher URL: http://www.nrw.de/pm99/pl99-069.htm, inzwischen entfernt

http://kongress.ffii.org/1999/indexde.html
2000-07-24 PILCH Hartmut

  
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